Samstag, 14. Juni 2014

DIE GESCHICHTE VOM LEBEN, ODER AUCH, WIE WIR IMMER WIEDER HINFALLEN UND DANN WIEDER AUFSTEHEN, IN DER HOFFNUNG, DASS ES NÄCHSTES MAL BESSER WIRD (TEIL 1)



So, hier sitze ich nun.
Nach einigen Hochs und Tiefs in den letzten 2 Wochen (Absolutes Tief waren dann wohl ca 10 Brownies, 1 Schokokuchen, 1 XXL Packung Duplos (an einem Abend versteht sich),tiefe Depressionen und anstelle von Inspiration für neue Tracks oder Posts ein schwarzes Loch in meinem Kopf) habe ich mich mal wieder aufgerafft und dachte, ich schreibe hier mal ein bisschen persönlicher.
Wer kennt das nicht...man hadert mit sich selbst, sitzt zuhause, mit der Tafel Schokolade in der Hand, verkrochen im Bett und schaut tonnenweise Serien, nur um so seinen eigenen Problemen in der Realität zu entfliehen?
Ja ganz recht, ich bin auch eine kleine "Bridget Jones", wie sie im Buche steht, die dann mal das Sportprogramm sausen lässt, sich tonnenweise Ben & Jerry's kauft, ins Bett verkriecht und sich tagelang den Kopf mit Serien vollmüllt, sodass am Ende eine Leere im Kopf herrscht, da wäre selbst Barbie neidisch.
Tja.. und nach dem Tief steht man dann mal wieder vorm Spiegel und fragt sich, warum man sich sowas immer wieder antut.
In die Hose kommt man nicht mehr rein, die Bluse kneift auch an den Armen, plötzlich taucht da ein kleiner Doppelkinn auf und die Haare, naja...dass die scheiße sitzen ist ja eigentlich nichts neues.
Dann am besten direkt noch auf die Waage... HUI... 4kg mehr und man ärgert sich noch mehr.
Man ärgert sich über die schwachen Momente, in denen man jegliches ungesundes Zeug in sich reingestopft hat, als hänge das Überleben davon ab.
Man ärgert sich über den Mangel an Disziplin, weil man zusätzlich auch keinen Sport gemacht und nur faul rumgelegen hat.
Und dann greift man zur nächsten Glamour oder googelt im Internet nach der besten Blitzdiät, um diese 4kg so schnell wie nur möglich wieder verschwinden zu lassen. Am besten in nur einer Woche.
Wir durchsuchen das Internet nach Threads, die "Wie ich meinen inneren Schnweinehund besiegen kann"  heißen, in der Hoffnung, dass wir nicht noch einmal so tieft sinken.
All das habe ich hinter mir und muss zugegeben, ab und zu in dieses Muster wieder zurück zu fallen, jedoch ist mir auf dieser beschwerliches Reise eines klar geworden: Dieser Schweinehund, für den es auf allen möglichen Gesundheitsseiten Ratschläge gibt, wie man ihn besiegen und zurückdrängen kann, der existiert gar nicht wirklich. Dieser Schweinehund sind wir, es ist ein Teil unserer Seele, ein wichtiger Teil, der uns sagt, dass etwas nicht in Ordnung ist!
Wieso wollen wir nicht zum Sport gehen, essen ungesund, erledigen wichtige Dinge nicht rechtzeitig oder auf den letzten Drücker? All das hat eine Ursache. Wir sind unglücklich. Vielleicht sind wir enttäuscht, sei es von unserem Umfeld oder auch von uns selbst, vielleicht haben wir uns falschen Erwartungen hingegeben, sind naiv gewesen oder fühlen uns einfach nur ganz tief in unserem Inneren unglaublich einsam?
Es ist nicht der Schweinehund, der uns alles vermiest, es sind wir selber, das Kind in uns, was sich wehrt, wehrt gegen den Druck, gegen die Peitschenhiebe, die wir uns selbst verpassen, gegen die Einschränkungen.
Und solange wir uns nicht um diese Bereiche in unserem Leben kümmern und sie in Ordnung bringen, solange wird unser inneres Kind auch rebellieren und weinen, dem Sportprogramm trotzen und die ganz große Tafel Schokolade verlangen, weil ansonsten ja doch alles irgendwie hinter der Fassade den Bach runter geht.

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